Emanuel Goldfarb leidet, weil man sich ein Bild von ihm machen will. Ein Abziehbild, wie er befürchtet. In eine Schule hat man den in Hamburg lebenden Journalisten eingeladen, auf dass er den Kindern vor Augen führt, wie er denn so ist, der Jude, wie es ihm denn so gefällt in Deutschland, sechs Jahrzehnte nach dem Holocaust. Selbstredend verfolgt der Lehrer, der Goldfarb zum Anschauungsobjekt machen will, nur politisch korrekte, sprich philosemitische Zwecke. Aber Goldfarb will sich nicht als Schauobjekt vorführen lassen. Das Stück "Ein ganz gewöhnlicher Jude" von Charles Lewinsky ist zur Zeit im Grenzlandtheater in der Inszenierung von Uwe Brandt zu sehen.
Bei der Vorstellung am 31. Januar 2011 saß der Autor im Publikum und stellte sich nach der Aufführung den Fragen der Zuschauer in einer Podiumsdiskussion.
Nach der Diskussion unterhielten wir uns mit dem Autor über das Stück und sein vielfältiges Werk.